BLOG · KI-SUCHE / GEO

Wie ChatGPT entscheidet, welche Unternehmen es empfiehlt — Erkenntnisse aus 800 Anfragen

Wir haben 800 lokale Anfragen an ChatGPT und Perplexity gestellt und ausgewertet, wen die KI empfiehlt und woher sie ihre Quellen nimmt. Das Ergebnis verändert, wie Unternehmen über Sichtbarkeit denken sollten.

Mykola Vyshnevskyi · Juni 2026 · ~7 Min. Lesezeit

800
Anfragen ausgewertet
38 %
aus Google Maps (ChatGPT)
100 %
nannten konkrete Firmen
2026
eigene Studie

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr Google, sondern ChatGPT: „Welchen Elektriker kannst du mir in Köln empfehlen?“ — und die KI nennt konkrete Firmen. Für Unternehmen entsteht damit ein neues Spielfeld: Sichtbarkeit in ChatGPT. Doch nach welchen Regeln wählt die KI aus? Wir haben es nicht vermutet, sondern gemessen — in einer eigenen Auswertung von 800 KI-Antworten zu 10 Branchen in 20 deutschen Städten.

Dieser Artikel zeigt die Daten und ihre Konsequenzen. Wie Sie ChatGPT konkret für Ihre SEO-Arbeit nutzen, lesen Sie ergänzend im ChatGPT-SEO-Guide; die vollständige Auswertung steht in der KI-Sichtbarkeits-Studie 2026.

Empfiehlt ChatGPT überhaupt konkrete Unternehmen?

Ja — und zwar fast ausnahmslos. In 100 % unserer 800 Anfragen nannte die KI konkrete Firmennamen statt allgemeiner Ratschläge. Im Schnitt waren es 5,2 Unternehmen pro Antwort; insgesamt fielen 3.029 verschiedene Firmennamen. ChatGPT „traut sich“ längst, Empfehlungen auszusprechen.

Das ist die eigentliche Nachricht: Die Phase, in der KI-Systeme bei lokalen Empfehlungen ausweichend blieben, ist vorbei. Wer eine Dienstleistung sucht, bekommt eine Auswahlliste — und auf dieser Liste stehen entweder Sie oder Ihre Wettbewerber. Damit wird die Frage „Werde ich genannt?“ vom Nice-to-have zur Vertriebsfrage. Quelle: NeuRank, KI-Sichtbarkeits-Studie 2026 (800 ausgewertete Antworten). Für Unternehmen verschiebt das die Priorität: Sichtbarkeit in der KI-Suche ist kein Zukunftsthema mehr, sondern beeinflusst schon heute, wer den Erstkontakt bekommt. Wer früh anfängt, profitiert doppelt — die Konkurrenz ist noch gering, und gute Profildaten wirken hier schneller als im hart umkämpften Google-Index.

Woher nimmt ChatGPT seine Empfehlungen?

ChatGPT stützt sich bei lokalen Empfehlungen massiv auf Google Maps: 38 % aller Quellverweise stammen von dort, klassische Bewertungsportale machen nur 0,6 % aus. Perplexity arbeitet genau umgekehrt — kein Maps, dafür 30,5 % Bewertungsportale. „Die KI-Sichtbarkeit“ gibt es nicht.

Für die Praxis heißt das: Wer in ChatGPT auftauchen will, braucht ein gepflegtes, konsistentes Google Business Profile — es ist faktisch die wichtigste Datenquelle der KI. Wer auf Perplexity zielt, muss in den relevanten Branchen- und Bewertungsportalen präsent sein. Eine einzige Maßnahme deckt beide selten ab.

Warum empfiehlt ChatGPT Ihre Konkurrenz statt Sie?

Weil die KI nur empfehlen kann, was sie kennt. Fehlt Ihr Unternehmen in Google Maps, sind Ihre Daten widersprüchlich oder werden Sie nirgends erwähnt, existieren Sie für ChatGPT schlicht nicht — unabhängig davon, wie gut Ihre Arbeit ist. Empfohlen wird, wer auffindbar und konsistent ist. Ein typisches Muster aus den Daten: Zwei Betriebe derselben Branche und Stadt — der eine mit gepflegtem Profil, echten Bewertungen und Erwähnungen in lokalen Listen, der andere nur mit einer veralteten Website. Die KI nannte fast ausnahmslos den ersten. Nicht, weil er besser arbeitet, sondern weil seine digitale Spur eindeutig ist. Für ein KI-System ist fehlende Datenlage gleichbedeutend mit fehlender Existenz.

In unseren Daten tauchten dieselben Firmen immer wieder auf, während andere komplett fehlten. Der Unterschied lag selten in der Qualität, sondern in der digitalen Spur: vollständiges Profil, einheitliche Name-Adresse-Telefon-Angaben (NAP), echte Bewertungen, Erwähnungen in Listen und Fachtexten. Genau diese Spur baut nachhaltige KI-Sichtbarkeit auf. Quelle: NeuRank-Studie 2026.

Kann man den Empfehlungen überhaupt trauen?

Weitgehend ja. Wir haben 401 genannte Firmen stichprobenartig überprüft: 98 % existieren tatsächlich und waren korrekt zugeordnet, 1,5 % lagen in der falschen Stadt, 0,5 % waren nicht auffindbar. Das berüchtigte „Halluzinieren“ ist bei lokalen Empfehlungen fast verschwunden.

Diese Verlässlichkeit verschiebt das Spiel: Es geht nicht mehr darum, ob man überhaupt genannt werden kann, sondern warum die anderen genannt werden und man selbst nicht. Genau das deckt ein SEO-Audit auf — inklusive der Frage, ob die KI Sie heute schon kennt.

Das Großstadt-Paradox: Wo ChatGPT vorsichtiger wird

Überraschend: In Großstädten relativiert die KI ihre Empfehlung doppelt so oft mit Disclaimern wie in kleineren Städten — rund 20 % gegenüber etwa 10 %. Wo der Wettbewerb am härtesten ist, traut sich die KI am wenigsten, eine klare Aussage zu treffen.

Für Unternehmen in Ballungsräumen ist das eine Chance: Wer dort durch saubere Daten und echte Erwähnungen Vertrauen aufbaut, hebt sich aus der Masse heraus, die die KI sonst nur zögerlich empfiehlt. In kleineren Städten wiederum ist die Hürde niedriger, überhaupt genannt zu werden. Quelle: NeuRank-Studie 2026.

ChatGPT oder Perplexity — reicht eine Sichtbarkeit?

Nein. Unsere Daten zeigen zwei grundverschiedene Logiken: ChatGPT folgt Google Maps, Perplexity den Portalen. Wer nur an „ChatGPT-SEO“ denkt, übersieht die Hälfte des KI-Suchmarktes. Sichtbarkeit muss pro System gedacht werden.

Praktisch lassen sich beide Welten mit einem konsistenten Fundament bedienen: ein gepflegtes Google Business Profile für ChatGPT, Präsenz in relevanten Portalen für Perplexity — und darüber strukturierte, belegbare Inhalte, die beide Systeme als Quelle akzeptieren. Wie das zusammenspielt, zeigt die vollständige Studie. Hinzu kommt ein dritter Akteur: Google AI Overviews, die direkt über den klassischen Suchergebnissen erscheinen und wieder eigenen Signalen folgen. Für Unternehmen heißt das nicht, drei getrennte Strategien zu fahren, sondern ein gemeinsames Fundament zu bauen, das alle Systeme verstehen — strukturierte, konsistente Daten und Inhalte, die eine Frage vollständig beantworten. Genau dieses Fundament trägt auch klassisches Google-SEO: KI-Sichtbarkeit und Suchmaschinenoptimierung wachsen zusammen.

Was bedeutet das konkret für Ihr Unternehmen?

Aus den Daten lassen sich fünf Maßnahmen ableiten, mit denen Sie für KI-Empfehlungen überhaupt erst infrage kommen. Sie ersetzen kein vollständiges SEO, sind aber das Fundament jeder KI-Sichtbarkeit.

1
Google Business Profile pflegen
Vollständig, mit echten Kategorien, Fotos und aktuellen Daten — die wichtigste ChatGPT-Quelle.
2
Daten konsistent halten
Name, Adresse, Telefon (NAP) überall identisch. Jede Abweichung schwächt das Signal.
3
Erwähnungen aufbauen
In „Beste-X“-Listen, Fachtexten, Branchenportalen — Erwähnungen sind für KI das, was Links für Google sind.
4
Inhalte strukturieren
Klare Antworten, konkrete Zahlen, erkennbare Kompetenz — so wird man zitierfähig.
5
Sichtbarkeit messen
Regelmäßig prüfen, ob und wie die KI Sie nennt — sonst optimiert man blind.

Die konkrete Umsetzung — von der Keyword- und Entity-Arbeit bis zum Reporting — beschreibt der ChatGPT-SEO-Guide. Wenn Sie das nicht selbst machen möchten, übernimmt die KI-SEO-Betreuung von NeuRank den Aufbau — methodisch untermauert durch genau diese Studiendaten.

FAQ

Häufige Fragen zur Sichtbarkeit in ChatGPT

Stellen Sie ChatGPT mehrere realistische Suchanfragen aus Kundensicht — etwa „Welchen [Ihre Branche] in [Ihre Stadt] kannst du empfehlen?“ — und prüfen Sie, ob Sie genannt werden. Wiederholen Sie das mit Variationen, da die Antworten schwanken. Eine systematische Messung ist Teil unseres SEO-Audits.

Empfohlen wird, wer auffindbar und konsistent ist: gepflegtes Google Business Profile, einheitliche NAP-Daten, echte Bewertungen und Erwähnungen in Listen und Fachtexten. Die fachliche Qualität allein genügt nicht — die KI muss Sie aus verlässlichen Quellen kennen.

Ja. In unserer Auswertung stammten 38 % der ChatGPT-Quellverweise aus Google Maps — mit Abstand die wichtigste Einzelquelle. Ein vollständiges, konsistentes Google Business Profile ist daher die effektivste erste Maßnahme für ChatGPT-Sichtbarkeit.

Nur teilweise. Perplexity stützt sich kaum auf Maps, dafür zu 30,5 % auf Bewertungs- und Branchenportale. Jedes System hat eine eigene Quellenlogik — eine durchdachte Strategie bedient mehrere gleichzeitig statt nur ChatGPT.

Bei lokalen Empfehlungen kaum noch: In unserer Stichprobe existierten 98 % der genannten Firmen real und korrekt zugeordnet. 1,5 % wurden der falschen Stadt zugeordnet, 0,5 % waren nicht auffindbar. Verlassen sollte man sich trotzdem nie blind auf eine einzelne Antwort.

Schneller als klassisches SEO, weil die Konkurrenz noch gering ist. Saubere Profildaten und erste Erwähnungen können sich innerhalb von Wochen bemerkbar machen — verlässliche Effekte brauchen wie immer mehrere Monate konsequenter Arbeit.

Der Einstieg ist ein kostenloses SEO-Audit, das auch die KI-Sichtbarkeit prüft. Die laufende Betreuung beginnt bei 890 € pro Monat (Festpreis, monatlich kündbar). Details auf der Seite Preise.

Nächster Schritt

Empfiehlt ChatGPT Sie — oder Ihre Konkurrenz?

Im kostenlosen SEO-Audit prüfe ich auch, ob die KI Sie heute schon kennt — und was nötig ist, damit sie Sie empfiehlt. Unverbindlich, auf Deutsch oder Russisch.

Mykola Vyshnevskyi — Senior SEO-Spezialist
AUTOR

Mykola Vyshnevskyi

Senior SEO-Spezialist · NeuRank
15+ Jahre SEO-Erfahrung, spezialisiert auf KI-Suchoptimierung (GEO, LLMO) für den Mittelstand.

Veröffentlicht: 16. Juni 2026·Autor: Mykola Vyshnevskyi, Senior SEO-Spezialist