BLOG · KI-SEO

ChatGPT-Prompts für SEO: 8 erprobte Prompts für Ihre Suchmaschinenoptimierung

ChatGPT beschleunigt viele SEO-Aufgaben — wenn man es richtig fragt. Hier sind 8 erprobte Prompts von der Keyword-Recherche bis zum Schema-Markup, jeweils mit ehrlichem Prüf-Hinweis. Plus der eine Punkt, der wichtiger ist als jeder Prompt.

Mykola Vyshnevskyi · Juni 2026 · ~8 Min. Lesezeit

8
erprobte Prompts
Keyword→Schema
alle SEO-Aufgaben
0 €
zum Copy-and-Paste
2026
Stand

ChatGPT ist ein nützlicher Assistent für SEO-Routinen — aber nur so gut wie Ihr Prompt. Die folgenden acht Prompts decken die häufigsten Aufgaben ab und sind bewusst so formuliert, dass sie brauchbare Ergebnisse liefern und ihre eigenen Grenzen mitdenken. Kopieren Sie sie, ersetzen Sie die Platzhalter in eckigen Klammern und passen Sie sie an Ihr Projekt an.

Zwei Dinge vorab. Erstens: Jeder Prompt enthält einen Prüf-Hinweis — denn ChatGPT beschleunigt die Arbeit, ersetzt aber keine Daten und keine Validierung. Wo das Modell typischerweise danebenliegt (Suchvolumen, Fakten, Schema-Code), steht es ausdrücklich dabei. Zweitens: Der wertvollste Prompt ist der letzte. Er produziert keinen Content, sondern zeigt, ob die ganze Arbeit überhaupt wirkt — ob die KI Ihr Unternehmen schon empfiehlt. Genau dort, am Übergang von „SEO mit ChatGPT“ zu „in ChatGPT gefunden werden“, entscheidet sich die Sichtbarkeit der nächsten Jahre.

Wie schreiben Sie einen guten SEO-Prompt?

Ein guter Prompt besteht aus vier Teilen: einer Rolle, dem Kontext, einer eindeutigen Aufgabe und einem gewünschten Format. Je präziser Sie diese vier Bausteine formulieren, desto verlässlicher antwortet die KI — vage Fragen liefern vage Ergebnisse.

Der Unterschied in der Praxis ist groß: Dieselbe Aufgabe liefert mit Rolle, Kontext und Format völlig andere — und nutzbarere — Ergebnisse als eine pauschale Frage.

1. Prompt für die Keyword-Recherche

Für erste Ideen und die Gruppierung nach Suchintention — das echte Suchvolumen prüfen Sie danach im Tool.

Du bist erfahrener SEO-Experte. Erstelle für das Thema „[THEMA]“ und die Zielgruppe „[ZIELGRUPPE]“ 20 relevante Suchbegriffe, gruppiert nach Suchintention (informational, kommerziell, transaktional). Markiere Long-Tail-Keywords. Schätze KEIN Suchvolumen — das prüfe ich separat im SEO-Tool.

Warum dieser Prompt: Die Gruppierung nach Suchintention ist der eigentliche Wert — sie zeigt, welche Keywords zu einem Ratgeber gehören und welche zu einer Leistungsseite. Hängen Sie zur Vertiefung an: „Gruppiere die Keywords zusätzlich in 4 Themencluster für je eine eigene Seite.“ So entsteht direkt eine grobe Seitenstruktur. Wichtig: Behandeln Sie die Begriffe als Ideen-Pool, nicht als fertige Strategie — welche sich wirklich lohnen, entscheidet erst der Volumen- und Wettbewerbs-Check in einem Tool wie Sistrix oder der Search Console.

2. Prompt für Content-Briefing und Gliederung

Liefert in Sekunden eine Struktur, die Sie als Ausgangspunkt für den Artikel nutzen.

Erstelle ein Content-Briefing für einen Artikel zum Keyword „[KEYWORD]“. Enthalten: eine H2-/H3-Struktur mit Fragen als Überschriften, 5 zentrale Nutzerfragen, wichtige Entitäten und Begriffe, die vorkommen sollten, sowie 3 Ideen für interne Verlinkungen. Zielgruppe: [ZIELGRUPPE].

Warum dieser Prompt: Fragen als Überschriften und eine klare Entitäten-Liste sind genau die Signale, die später auch über die KI-Sichtbarkeit entscheiden — Sie optimieren also für Google und für ChatGPT zugleich. Hängen Sie an: „Formuliere zu jeder H2 einen Einleitungssatz, der die Frage in den ersten zwei Sätzen beantwortet.“ Damit ist die Gliederung sofort GEO-tauglich. Prüfen Sie: ob die KI Ihre wichtigsten Unterthemen wirklich abdeckt — gerade die fachlich anspruchsvollen Aspekte lässt sie gern weg. Ergänzen Sie diese aus eigener Erfahrung, denn genau dort entsteht der Mehrwert gegenüber Wettbewerbern.

3. Prompt für Meta-Title und Meta-Description

Mehrere Varianten mit Zeichenlimit — Sie wählen die beste und feilen am Ton.

Schreibe 5 Varianten Meta-Title (max. 60 Zeichen) und Meta-Description (max. 155 Zeichen) für eine Seite zum Thema „[THEMA]“. Primär-Keyword: [KEYWORD]. Ton: sachlich mit klarem Nutzen, kein Clickbait. Gib bei jeder Variante die Zeichenzahl an.

Warum dieser Prompt: Das Zeichenlimit im Prompt erspart das nachträgliche Kürzen, die Tonvorgabe verhindert die typischen KI-Floskeln („Entdecken Sie die ultimative Lösung…“). Achtung bei der Zeichenzählung: ChatGPT verzählt sich gelegentlich — kontrollieren Sie die Länge in Rank Math oder einem SERP-Snippet-Tool nach. Wählen Sie nicht einfach die „schönste“ Variante, sondern die mit dem klarsten Nutzenversprechen: Der Title entscheidet über die Klickrate, und eine höhere Klickrate ist eines der wenigen Signale, das Sie direkt beeinflussen können.

4. Prompt für FAQ und Fragen-Recherche

Ideal für einen FAQ-Block mit Schema — die Fragen so, wie echte Nutzer sie stellen.

Liste 10 Fragen, die Nutzer zum Thema „[THEMA]“ tatsächlich bei Google oder ChatGPT stellen — so formuliert, wie ein Laie sie eintippt. Gib zu jeder eine präzise Antwort in zwei Sätzen, die als FAQ-Snippet funktioniert.

Warum dieser Prompt: FAQ-Inhalte sind doppelt wertvoll — sie können ein FAQ-Snippet in Google gewinnen und werden von KI-Systemen besonders gern als klare, extrahierbare Antwort zitiert. Die Zwei-Satz-Antwort ist bewusst gewählt: Sie passt in ein Featured Snippet und in eine KI-Antwort gleichermaßen. Tipp: Vergleichen Sie die Vorschläge mit den echten Fragen aus „Nutzer fragen auch“ in den Google-Ergebnissen und Ihrer Search Console — ChatGPT trifft den Ton, aber die reale Nachfrage kennen nur die Daten. Die besten zehn davon werden zum FAQ-Block mit FAQPage-Schema.

5. Prompt: Content für die KI-Suche optimieren

Macht bestehende Absätze zitierfähiger für ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews.

Hier ist ein Textabschnitt: „[TEXT EINFÜGEN]“. Mache ihn zitierfähiger für KI-Suchsysteme: setze die Kernaussage in die ersten zwei Sätze, kürze Füllwörter, schlage eine Frage als Überschrift vor und markiere Aussagen, die einen Beleg oder eine Quelle brauchen.

Warum dieser Prompt: Er übersetzt das Prinzip der KI-Sichtbarkeit in eine konkrete Textarbeit. KI-Systeme zitieren Passagen, die eine Aussage direkt und belegbar beantworten — lange Einleitungen und Marketing-Floskeln werden übersprungen. Dieser Prompt zwingt Ihren Text in genau diese Form. Der wertvollste Teil ist die letzte Anweisung: Die markierten „belegbedürftigen“ Aussagen zeigen Ihnen, wo eine Zahl, eine Quelle oder ein Beispiel fehlt — und genau diese Belege sind es, die eine Quelle zitierfähig machen. Wie das im Detail funktioniert, vertiefe ich in der LLM-Optimierung.

6. Prompt für Schema-Markup

Spart Zeit bei JSON-LD — den Code aber immer im Rich-Results-Test gegenprüfen.

Erstelle ein gültiges JSON-LD-Schema vom Typ [z. B. FAQPage] für folgende Inhalte: „[INHALTE]“. Halte dich strikt an schema.org und gib nur den Code aus. Ich validiere das Ergebnis anschließend im Rich-Results-Test.

Warum dieser Prompt: Schema-Markup von Hand zu schreiben ist fehleranfällig und langsam — hier ist die KI wirklich stark, weil JSON-LD ein klar definiertes Format ist. Aber: ChatGPT erfindet gelegentlich Eigenschaften, die es bei schema.org nicht gibt, oder vergisst Pflichtfelder. Deshalb gehört der Validierungs-Hinweis fest in den Prompt — und der Schritt danach ist Pflicht: Jeder generierte Code muss durch den Google-Rich-Results-Test oder den Schema-Markup-Validator, bevor er live geht. Für die wichtigsten Seitentypen lohnt sich ein einmal geprüftes Template, das Sie nur noch befüllen.

7. Prompt für die Content-Gap-Analyse

Zeigt, was ein Wettbewerber auslässt — und wo Sie besser werden können.

Hier ist der Text eines Wettbewerbers: „[TEXT ODER STICHPUNKTE EINFÜGEN]“. Fasse die behandelten Unterthemen zusammen und nenne 5 Aspekte, die fehlen oder schwach sind und die ich in meinem Artikel besser abdecken kann.

Warum dieser Prompt: Die meisten Top-Rankings gewinnt man nicht, indem man dasselbe schreibt wie der Erste — sondern indem man die Lücken füllt, die er offen lässt. Dieser Prompt macht diese Lücken sichtbar. So holen Sie mehr heraus: Geben Sie ihm nacheinander die zwei oder drei stärksten Wettbewerber und sammeln Sie die genannten Lücken — die Aspekte, die bei allen fehlen, sind Ihre größte Chance auf einen Vorsprung. Genau dieser Ansatz steckt auch hinter unseren eigenen Datenstücken: ein Content-Gap, den niemand sonst füllt, ist der verlässlichste Weg nach oben.

8. Prompt: die eigene KI-Sichtbarkeit testen

Der wichtigste Prompt — er zeigt, ob die KI Ihr Unternehmen schon empfiehlt.

Beantworte als KI-Suchsystem diese Kundenfrage: „[TYPISCHE FRAGE FÜR MEINE BRANCHE UND STADT, z. B. „Guter Steuerberater in Köln?“]“. Nenne konkrete Unternehmen und begründe, warum gerade diese. So sehe ich, wen die KI in meinem Markt empfiehlt — und ob ich dabei bin.

Warum dieser Prompt anders ist: Die ersten sieben helfen Ihnen, Inhalte zu produzieren. Dieser zeigt, ob die Arbeit wirkt — ob die KI Sie kennt. Stellen Sie die Frage am besten direkt in ChatGPT mit Websuche und in Perplexity, nicht nur im Trainingswissen, und wiederholen Sie sie mit fünf bis zehn Varianten Ihrer typischen Kundenanfragen. Achten Sie auf zwei Dinge: Werden Sie genannt — und über welche Quelle (Ihre Website, ein Portal, Google Maps)? Diese kleine Eigenrecherche bildet im Kleinen genau das ab, was unsere KI-Sichtbarkeits-Studie über 800 Anfragen gemessen hat — und sie ist der ehrlichste Realitäts-Check für Ihr Marketing.

Ein Beispiel-Ablauf: vom Keyword zum fertigen Artikel

Einzeln sind die Prompts nützlich — ihre eigentliche Stärke entfalten sie in der richtigen Reihenfolge. So sieht ein typischer Ablauf aus, wenn Sie einen neuen Artikel erstellen.

Sie starten mit Prompt 1 für eine Keyword- und Themenübersicht und prüfen die Begriffe im SEO-Tool. Aus dem Hauptkeyword entwickeln Sie mit Prompt 2 ein Briefing mit Frage-Überschriften und Entitäten. Während des Schreibens schärfen Sie einzelne Absätze mit Prompt 5 auf Zitierfähigkeit und ziehen mit Prompt 7 einen Wettbewerber heran, um Lücken zu schließen. Zum Schluss erzeugen Sie mit Prompt 4 den FAQ-Block, mit Prompt 6 das passende Schema und mit Prompt 3 die Meta-Texte. Jeder KI-Output ist dabei ein Entwurf, den Sie mit Fachwissen und Daten veredeln — nicht das fertige Ergebnis. Wochen später prüfen Sie mit Prompt 8, ob der Artikel die KI tatsächlich erreicht hat.

Was ChatGPT-Prompts NICHT können

ChatGPT-Prompts beschleunigen SEO-Aufgaben, ersetzen aber weder Daten noch Strategie. Das Modell schätzt Suchvolumen unzuverlässig, erfindet gelegentlich Fakten oder Quellen und kennt Ihre echten Rankings nicht. Nutzen Sie Prompts als Assistenten, nicht als Entscheider.

Drei Grenzen sollten Sie kennen. Erstens Daten: Suchvolumen, Wettbewerb und Rankings gehören in ein echtes SEO-Tool — KI-Schätzungen sind oft falsch. Zweitens Fakten: Lassen Sie Zahlen, Quellen und Schema-Code immer gegenprüfen. Drittens Strategie: Welche Themen sich für Ihr Geschäft lohnen, entscheidet eine Analyse Ihrer Zielgruppe und Ihres Wettbewerbs — kein generischer Prompt. Deshalb sind die Prompts oben bewusst mit Prüf-Hinweisen formuliert.

Der wichtigere Punkt: Empfiehlt ChatGPT Ihr Unternehmen?

Es gibt einen Punkt, der wichtiger ist als jeder SEO-Prompt: Wenn Ihre Kunden ChatGPT nach einem Anbieter fragen — empfiehlt es dann Ihr Unternehmen? In unserer Studie nannten ChatGPT und Perplexity in 100 % der lokalen Anfragen konkrete Firmen, im Schnitt fünf pro Antwort.

ChatGPT empfiehlt aktiv Unternehmen — die Frage ist, ob Sie dabei sind. NeuRank KI-Sichtbarkeits-Studie 2026.

Die KI verteilt also längst aktiv Empfehlungen — die Frage ist nur, ob Sie dabei sind. Genau das prüfen Sie mit Prompt 8. Wie Sie zur empfohlenen Quelle werden, lesen Sie in ChatGPT-Optimierung und im Überblick LLM-Optimierung. Die vollständigen Zahlen stehen in der KI-Sichtbarkeits-Studie 2026.

FAQ

Häufige Fragen zu ChatGPT-Prompts für SEO

Es gibt nicht den einen besten Prompt, sondern passende Prompts je Aufgabe: Keyword-Recherche, Content-Briefing, Meta-Texte, FAQ, Optimierung, Schema, Content-Gap und die Prüfung der eigenen KI-Sichtbarkeit.

Geben Sie der KI eine Rolle, klaren Kontext (Thema, Zielgruppe), eine eindeutige Aufgabe und ein gewünschtes Format. Je konkreter der Prompt, desto brauchbarer das Ergebnis.

Nein. ChatGPT beschleunigt Aufgaben, ersetzt aber keine Daten, keine Strategie und keine Validierung. Suchvolumen und Rankings gehören in ein echtes SEO-Tool.

Für Ideen und Gruppierung ja, für Suchvolumen nein. Lassen Sie sich Keyword-Ideen geben, prüfen Sie Volumen und Wettbewerb aber in einem SEO-Tool.

Ja. Lassen Sie Zahlen, Quellen und Schema-Code immer gegenprüfen, bevor Sie sie verwenden. Deshalb enthalten die Prompts oben bewusst Prüf-Hinweise.

Mit Prompt 8: Stellen Sie typische Kundenfragen Ihrer Branche und Stadt und sehen Sie, welche Unternehmen die KI nennt. Mehr dazu in der ChatGPT-Optimierung.

Mit einem guten Prompt ja — inklusive Zeichenlimit und Tonvorgabe. Prüfen Sie die Zeichenzahl und passen Sie das Ergebnis an Ihre Marke an.

Aus der NeuRank KI-Sichtbarkeits-Studie 2026: 800 Anfragen an ChatGPT und Perplexity. Die Studie ist frei zitierbar — hier nachlesen.

Kostenlose Erstanalyse

Empfiehlt ChatGPT Ihr Unternehmen schon?

Prompts helfen bei der Arbeit — aber sehen Sie auch, ob die KI Sie kennt? Ich prüfe für Ihre Branche und Stadt, ob ChatGPT Sie nennt, und zeige die nächsten Schritte. Kostenlos, auf Deutsch oder Russisch.

Mykola Vyshnevskyi — Senior SEO-Spezialist
AUTOR

Mykola Vyshnevskyi

Senior SEO-Spezialist · NeuRank
15+ Jahre SEO-Erfahrung, spezialisiert auf KI-Suchoptimierung (GEO, LLMO) für den Mittelstand.

Veröffentlicht: 26. Juni 2026·Autor: Mykola Vyshnevskyi, Senior SEO-Spezialist